{"id":1223,"date":"2009-05-05T10:28:12","date_gmt":"2009-05-05T08:28:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.institut-halbach.de\/blog\/?p=1223"},"modified":"2009-05-05T10:28:12","modified_gmt":"2009-05-05T08:28:12","slug":"wenn-zwei-dasselbe-tun-ist-es-noch-lange-nicht-das-gleiche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schlamm.de\/index.php\/2009\/05\/05\/wenn-zwei-dasselbe-tun-ist-es-noch-lange-nicht-das-gleiche\/","title":{"rendered":"Wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe!"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.institut-halbach.de\/blog\/wp-content\/uploads\/fischsterben_willisau.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1225 alignleft\" style=\"border: 1px solid black; margin-left: 15px; margin-right: 15px;\" title=\"Fischsterben Willisau - Quelle: http:\/\/www.polizeinews.ch\" src=\"http:\/\/www.institut-halbach.de\/blog\/wp-content\/uploads\/fischsterben_willisau.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"201\" \/><\/a>Der praktizierende Gew\u00e4sserschutz ist h\u00e4ufig nicht nur auf einem, sondern auch auf beiden Augen blind.<\/p>\n<p>Das ist nichts Neues und vielleicht ist es auch Absicht, den Gew\u00e4ssersch\u00fctzern ihre Effektivit\u00e4t zu rauben.<\/p>\n<p>Nun liefert uns die Fischzucht ein schweizer Beispiel daf\u00fcr:<\/p>\n<p>Die Schlammfluten waren schon ein wenig krass. Aber wer schon einmal einen Fischteich abgelassen hat, der wei\u00df, was da so alles ankommt.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Und aus dem Fischsterben muss auch keine Katastrophe gemacht werden. Der Besuch eines Gefl\u00fcgel- oder anderen Schlachthofes kl\u00e4rt unseren Blick und f\u00fchrt auch zu einem gewissen Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Hunger oder f\u00fcr den Menschen und f\u00fcr sein Leben. Aus Sicht der H\u00fchner ist ein kleines Fischsterben wegen Sauerstoffmangel unbedeutend. Der Fluss erholt sich schneller als unsere gepeinigte Seele und tote Fische sind ein Segen f\u00fcr die &#8222;Totenfischefresser&#8220;. Auch deren Kinder wollen was zum knabbern haben!<\/p>\n<p>Wer z\u00e4hlt die Tiere die sterben, wenn ein Wald gerodet wird, oder wer z\u00e4hlt die geteilten Regenw\u00fcrmer beim Umgraben des Gartens, oder die Tiere, die einfach durch die Landwirtschaft sterben? Und wer z\u00e4hlt die armen einheimischen Fische, die durch ausl\u00e4ndische Kormorane gefressen werden? Wo ist der Unterschied?<\/p>\n<p>Unbezifferbarer Schaden<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.epochtimes.de\/articles\/2009\/04\/23\/436272.html\" target=\"_blank\"><strong>Fischsterben in Willisau wegen Abwasser aus Fischzucht <\/strong><\/a><\/p>\n<p>Wo liegt der Widerspruch?<\/p>\n<p>Auf der einen Seite werden B\u00fcrgermeister und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Abwasserzweckverb\u00e4nden strafrechtlich verfolgt, wenn deren Kl\u00e4ranlagen die \u00dcberwachungswerte auch nur um ein Milligramm z.B an chemischen Sauerstoffbedarf \u00fcberschreiten.<\/p>\n<p>Dann wird eine Welle losgetreten, dass man annehmen k\u00f6nnte, die Welt ginge unter.<\/p>\n<p>Strafverfolgung und erh\u00f6hte Abwasserabgabe und im extremsten Falle Knast sind die Folge.<\/p>\n<p>Auf der anderen, der dunklen Seite des Gew\u00e4sserschutzes dagegen, werden die Schlammfrachten, die Starkregen von den Feldern sp\u00fclen, die bei der Gew\u00e4sserunterhaltung oder die beim Ablassen der Fischteiche ganz nat\u00fcrlich und unvermeidbar entstehen, ignoriert.<\/p>\n<p>Solche Sto\u00dffrachten lassen die tats\u00e4chlichen Folgen vieler \u00dcberwachungswert\u00fcberschreitungen absolut unbedeutend erscheinen und dem noch selber denkenden Beobachter wird klar, dass viele unserer Anstrengungen auf Formalismus beruhen und zugleich nur blinder Aktionismus sind.<\/p>\n<p>Wenn einerseits der CSB im Kl\u00e4ranlagenablauf verfolgt wird und aber andererseits die viel gr\u00f6\u00dferen CSB-Frachten, die u.a. in Form von Schlamm in die Gew\u00e4sser str\u00f6men ignoriert werden, dann sind schon Defizite bei der Bewertung zu bescheinigen.<\/p>\n<p>Wir sehen eben &#8211; und dies schon immer &#8211; nur jene Dinge, die in unser Weltbild von der Natur passen.<\/p>\n<p>St\u00f6rende Tatsachen hingegen werden wohl in gut 99 % aller F\u00e4lle ignoriert.<\/p>\n<p>Und das ist auch gut so, denn welcher Mensch ist stark genug f\u00fcr die Wahrheit, die am Ende darin liegen k\u00f6nnte, dass ein Gro\u00dfteil seines Lebens nur ein Alibi war.<\/p>\n<p>Der Philosoph schreibt auf solche Grabsteine die Berufsbezeichnung: &#8222;\u00d6ko-Nihilist&#8220;.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">\u00dcbrigens: <\/span><\/p>\n<p>Der Beitrag soll nicht dazu dienen, die Binnenfischerei als neue Sau durch das Dorf zu treiben.<\/p>\n<p>Es sind nicht die Binnenfischer, die unserer Problem sind.<\/p>\n<p>Es ist die eigene Unbildung von den tats\u00e4chlichen Zust\u00e4nden und Prinzipien in \u00d6kosystemen.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte bis zu meinem Lebensende lecker Forelle essen.<\/p>\n<p>Binnenfischer haben es bislang nicht geschafft, die Umwelt zu vernichten und sie wollen es auch nicht.<\/p>\n<p>Beim \u00d6ko-Wahn bin ich mir dagegen nicht sicher.<\/p>\n<p>_______________________________<\/p>\n<p><strong>Unbezifferbarer Schaden<br \/>\nFischsterben in Willisau wegen Abwasser aus Fischzucht<\/strong><br \/>\nAP 23.04.2009<\/p>\n<p>Willisau &#8211; Abwasser aus einem Fischzuchtbetrieb hat in Willisau im Kanton Luzern zu einem Fischsterben im M\u00fchletalbach gef\u00fchrt. Auf einer L\u00e4nge von rund 1,6 Kilometern wurde der Fischbestand vernichtet, wie die Luzerner Kantonspolizei am Donnerstag mitteilte. Die Ermittlungen ergaben, dass in einem Fischzuchtbetrieb am (gestrigen) Mittwoch zwei Becken gereinigt wurden. Das mit Schlamm versetzte Abwasser wurde daraufhin in den M\u00fchletalbach geleitet. Der entstandene Schaden konnte zun\u00e4chst nicht beziffert werden. (AP)<\/p>\n<p>http:\/\/www.epochtimes.de\/articles\/2009\/04\/23\/436272.html<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der praktizierende Gew\u00e4sserschutz ist h\u00e4ufig nicht nur auf einem, sondern auch auf beiden Augen blind. Das ist nichts Neues und vielleicht ist es auch Absicht, den Gew\u00e4ssersch\u00fctzern ihre Effektivit\u00e4t zu rauben. Nun liefert uns die Fischzucht ein schweizer Beispiel daf\u00fcr: Die Schlammfluten waren schon ein wenig krass. 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