{"id":3049,"date":"2011-07-01T14:05:10","date_gmt":"2011-07-01T12:05:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.schlamm.de\/?p=3049"},"modified":"2011-07-02T19:06:02","modified_gmt":"2011-07-02T17:06:02","slug":"moral","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schlamm.de\/index.php\/2011\/07\/01\/moral\/","title":{"rendered":"Moral"},"content":{"rendered":"<p>Zitate:<\/p>\n<ul>\n<li><em>&#8222;Ich behaupte, dass die Moral, die hier vertreten, gefordert, gef\u00f6rdert  und angemahnt wird, eine falsche Moral ist. Dass sie, genau wie  Nietzsche es prophezeit hat, mehr zerst\u00f6rt als zum Guten wendet. Die  Grundlage f\u00fcr die Kontraproduktivit\u00e4t der heutigen Moral ist die  Entfernung der pers\u00f6nlichen Verantwortung aus dem Konzept moralischen  Handelns. Die Voraussetzung hierf\u00fcr war die Einf\u00fchrung  von Vertr\u00e4gen zu  Gunsten Dritter. Bis ins 18. Jahrhundert waren Vertr\u00e4ge grunds\u00e4tzlich  Sache zwischen zwei Parteien, in denen jedem Recht eine ebensolche  Pflicht entgegenstand. Mit Rousseau wurde der Weg geebnet f\u00fcr Vertr\u00e4ge,  deren Beg\u00fcnstigter oder deren Benachteiligter nicht einmal  Vertragspartei ist. Dem Recht des Machthabers stand pl\u00f6tzlich keine  ebensolche Verpflichtung mehr gegen\u00fcber, die B\u00fcrger werden per Gesetz in  einen Vertrag gezw\u00e4ngt, dessen Nutznie\u00dfer einzig und allein der Staat  ist. Diesem und seinen Agenten steht es daher frei, selbst zu  definieren, was sie f\u00fcr Gut und B\u00f6se halten, welche Art von Moral sie  bevorzugen. Sie haben die Definitionsgewalt \u00fcber jede Form menschlichen  Zusammenlebens.&#8220;<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><!--more--><\/p>\n<ul>\n<li><em>Die Kollektivmoral bedarf keiner Ergebnisse, es gen\u00fcgen  gutformulierte  Absichten, um eine Rechtfertigung zum Griff in die Taschen Dritter zu  finden. Es ist nicht das Prim\u00e4rziel der Kollektivmoral, mit eingesetztem  Kapital Ergebnisse zu erzielen. Das Prim\u00e4rziel ist es, Gr\u00fcnde zu  finden, um Kapital einzusetzen.<\/em><\/li>\n<li><em>Aus der Sch\u00f6pfermoral wird die Parasitenmoral. Diese ersetzt das Opfer  durch das Bed\u00fcrfnis und die Verantwortung durch die Absicht. \u201eDiese  Moral, die das Bed\u00fcrfnis als einzigen Anspruch gelten l\u00e4sst, macht den  Mangel zu ihrem Ma\u00dfstab. Sie belohnt eine Abwesenheit, einen Defekt,  eine Schw\u00e4che, eine Unf\u00e4higkeit, ein Leiden, ein Ungl\u00fcck, einen Irrtum,  einen Fehler \u2013 das Nichts\u201c, wie es die Philosophin Ayn Rand formulierte.  Jene, die die Erf\u00fcllung dieser Anspr\u00fcche erm\u00f6glichen, die  Erfolgreichen, die Sparsamen, die Produktiven, die Risikobereiten, die  Weitblickenden, die Innovativen und Starken, sie haben au\u00dfer als Wirt  keinen Platz in dieser Moral. Das Unternehmerbild unserer Gesellschaft  ist Ausdruck dieser Verdrehung von Ursache und Wirkung. Ayn Rand  bemerkte dazu: \u201eWenn Bed\u00fcrfnisse der Ma\u00dfstab sind, ist jeder Opfer und  Parasit zugleich. Als Opfer muss er arbeiten, um die Bed\u00fcrfnisse der  anderen zu befriedigen, und bleibt aber ein Parasit, dessen Bed\u00fcrfnisse  von anderen befriedigt werden m\u00fcssen. Er kann sich seinen Mitmenschen  nicht anders n\u00e4hern als in einer dieser beiden unw\u00fcrdigen Rollen: als  Bettler oder als Geschr\u00f6pfter.\u201c<\/em><\/li>\n<li>\u00dcberall herrscht der Sieg der Absicht \u00fcber das Ergebnis, herrscht der Wunsch \u00fcber die Wirklichkeit.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle:<em> <a href=\"http:\/\/ef-magazin.de\/autor\/juergen-fuchsberger\">J\u00fcrgen Fuchsberger<\/a><\/em> <a href=\"http:\/\/ef-magazin.de\/2011\/06\/30\/3063-gesellschaft-moral-als-symptom-des-niedergangs\" target=\"_blank\">Gesellschaft: Moral als Symptom des Niedergangs<\/a><\/p>\n<p>Wer sich zu dem Thema noch mehr &#8222;austoben&#8220; m\u00f6chte &#8211; siehe <a href=\"http:\/\/www.schlamm.de\/?s=Gutmenschen\" target=\"_blank\">Gutmenschen<\/a> und \/oder lese z.B.<\/p>\n<p>Maxeiner; D., u.a.<br \/>\nDas Mephistoprinzip<br \/>\nWarum es besser ist, nicht gut zu sein<br \/>\nEichenborn AG 2001<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zitate: &#8222;Ich behaupte, dass die Moral, die hier vertreten, gefordert, gef\u00f6rdert und angemahnt wird, eine falsche Moral ist. 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