{"id":452,"date":"2008-12-05T14:22:15","date_gmt":"2008-12-05T12:22:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.institut-halbach.de\/blog\/?p=452"},"modified":"2008-12-05T14:22:15","modified_gmt":"2008-12-05T12:22:15","slug":"ein-hund-schnuffelt-blaualgen-und-fallt-tot-um","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schlamm.de\/index.php\/2008\/12\/05\/ein-hund-schnuffelt-blaualgen-und-fallt-tot-um\/","title":{"rendered":"Ein Hund schn\u00fcffelt Blaualgen und f\u00e4llt tot um?"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" style=\"border: 1px solid black; margin: 0px 5px;\" title=\"Hund\" src=\"http:\/\/www.bichon.de\/maltese\/maltese2.jpg\" alt=\"\" width=\"192\" height=\"203\" \/> &#8222;<em>Nachdem ein Hund mit den Blaualgen Kontakt hatte und verstarb, warnte die Greifswalder Gesundheitsbeh\u00f6rde vor dem Besuch des betroffenen Strandbereiches<\/em>.&#8220;  Das glaube ich erst, wenn ich es gesehen habe.  <!--more--> Wahrscheinlich hatte der Hund wegen Altersschw\u00e4che keine funktionierenden Geruchs- oder Geschmacksnerven mehr oder er war schon vorher gestorben?  Und zu dem Blaualgenrisiko:  Versuchen wir es mit Gr\u00fcnalgen:  Ein wenig Nitrat in das Gew\u00e4sser und schon ist Schluss mit lustigen Blaualgen.  Wer das Wasser bis zum Schluss von Nitrat befreit, braucht sich \u00fcber Blaualgen nicht zu wundern.<\/p>\n<p>Man muss wirklich sehr stark sein, wenn die Zeitung in die Hand genommen wird.<\/p>\n<p>Siehe auch:<\/p>\n<h2><a href=\"http:\/\/www.institut-halbach.de\/blog\/?p=194\" target=\"_blank\">Doping f\u00fcr Pflanzen t\u00f6tet Weltmeere?<\/a><\/h2>\n<p>===========================================<\/p>\n<p>Die Quelle der Nachricht:<\/p>\n<h2><strong>&#8222;Lubmin &#8211; Blaualgenrisiko massiv untersch\u00e4tzt<\/strong><\/h2>\n<p>21.11.2008: Lubmin\/MVregio Am 12. Tag der Er\u00f6rterung der Einwendungen zum geplanten Steinkohlekraftwerk in Lubmin kam es zu einem weiteren inhaltlichen Paukenschlag.  Das Gutachten der Antragstellerin DONG energy zur Belastung des Greifswalder Boddens mit Blaualgen ist fehlerhaft, sagte der \u00d6kologe Hendrik Schubert aus Rostock. Die tats\u00e4chlichen Verh\u00e4ltnisse wurden massiv untersch\u00e4tzt.  Der enorm hohe N\u00e4hrstoffgehalt des Peenestroms und das w\u00e4hrend der K\u00fchlwasserpassage abget\u00f6tete Plankton wurden nicht ausreichend bilanziert. Des Weiteren hatte der Gutachter der DONG energy, der schwedische Professor Lars Edler, die Besonderheiten des Greifswalder Boddens nicht richtig eingesch\u00e4tzt. Henrik Schubert: &#8222;Ich muss annehmen, dass die Wahrscheinlichkeit einer erh\u00f6hten Blaualgenbl\u00fcte um den Faktor 120 h\u00f6her anzusetzen ist.&#8220;  Erst im Oktober diesen Jahres kam es zu einer Blaualgenbl\u00fcte in der D\u00e4nischen Wiek. Nachdem ein Hund mit den Blaualgen Kontakt hatte und verstarb, warnte die Greifswalder Gesundheitsbeh\u00f6rde vor dem Besuch des betroffenen Strandbereiches.  Mit der erwarteten H\u00e4ufung der Blaualgenbl\u00fcten droht einmal mehr die Aberkennung des Seebad-Status f\u00fcr Lubmin. Bei ablandigen Winden, k\u00f6nnte der enorme Blaualgenteppich bis vor die K\u00fcste R\u00fcgens treiben.  Arndt M\u00fcller, Naturschutzexperte des BUND: &#8222;Die Genehmigungsbeh\u00f6rden haben heute wiederholt flei\u00dfig mitgeschrieben. Der DONG-Gutachter musste eingestehen, dass es nach dem Vortrag des Blaualgen-Experten Schubert erheblichen Nachholbedarf gibt und er nunmehr ebenfalls von einem h\u00f6heren Risiko der Blaualgenbl\u00fcte ausgeht.&#8220; F\u00fcr Aufsehen sorgte weiterhin die Aussage Schuberts, dass schon geringste Mengen Eisen im Wasser zu einer explosionsartigen Vermehrung der Blaualgen f\u00fchren k\u00f6nnen. Die DONG-Vertreter konnten nicht nachweisen, dass es durch den Betrieb des Steinkohlekraftwerkes nicht zu Eiseneintr\u00e4gen kommt.&#8220;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mvregio.de\/174770.html\" target=\"_blank\">MVregio Landesdienst red\/hgw<\/a><\/p>\n<p>====================================<\/p>\n<h2><strong>Weiss das <\/strong><strong>ND mehr \u00fcber den Hund?<\/strong><\/h2>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/139462.wir-koennten-rechtsgeschichte-schreiben.html   \" target=\"_blank\">&#8222;Wir k\u00f6nnten Rechtsgeschichte schreiben<\/a><\/strong><br \/>\nLubmin: Kraftwerksgegner machen Punkte: Das Genehmigungsverfahren muss verl\u00e4ngert werden<br \/>\nVon Velten Sch\u00e4fer<br \/>\nInvestor DONG muss einr\u00e4umen, die Blaualgengefahr im K\u00fcstengew\u00e4sser untersch\u00e4tzt zu haben. Die Kraftwerksgegner machen sich allm\u00e4hlich Hoffnungen auf einen genehmigungsrechtlichen Sieg.<\/p>\n<p>Im Oktober kam es zu einem Zwischenfall an der D\u00e4nischen Wiek. Ein Greifswalder Hundefreund ging mit seinem Liebling am Strand spazieren. Der aber verendete, nachdem er Kontakt mit dem Wasser hatte. Die Stadt musste anschlie\u00dfend vor dem Besuch des entsprechenden Strandabschnittes nachdr\u00fccklich warnen. Die Ostsee \u2013 eine Giftkloake?<\/p>\n<p>Zum Tod des Vierbeiners hat ein Bakterium gef\u00fchrt, mit dem die K\u00fcste schon l\u00e4nger zu k\u00e4mpfen hat: der Blaualge oder dem Cyanobakterium. Kommt es zu einer \u00bbBl\u00fcte\u00ab der Blaualgen, wird es gef\u00e4hrlich. Menschen drohen Fieber, starke Kopfschmerzen und \u00dcbelkeit, f\u00fcr S\u00e4ugetiere ist das Bakterium lebensbedrohlich. Im letzten Jahrzehnt hat die Blaualgenbelastung der Ostsee stark zugenommen, 2001 mussten ganze K\u00fcstenabschnitte gesperrt werden.<\/p>\n<p>Wenn es um Blaualgen im Wasser geht, werden die Leute an der K\u00fcste hellh\u00f6rig. Jetzt spielt die Gefahr durch Cyanobakterien auch im Streit um das geplante Lubminer Steinkohlekraftwerk eine Rolle. Einen \u00bbinhaltlichen Paukenschlag\u00ab nennen die Kraftwerksgegner die von ihnen am Freitag im Er\u00f6rterungsverfahren vorgebrachte Expertise, nach der die Antragsteller die Blaualgenbelastung im Greifswalder Bodden stark untersch\u00e4tzt h\u00e4tten \u2013 und deren Steigerung durch die Kraftwerkspl\u00e4ne. Der von den Kritikern bestellte Sachverst\u00e4ndige Hendrik Schubert aus Rostock sagte, dass \u00bbdie Wahrscheinlichkeit einer erh\u00f6hten Blaualgenbl\u00fcte um den Faktor 120 h\u00f6her anzusetzen\u00ab sei, als das Investorengutachten annehme. Der ohnehin schon hohe N\u00e4hrstoffgehalt des Peenestroms und die Abt\u00f6tung stabilisierenden Planktons w\u00e4hrend der K\u00fchlung seien nicht ausreichend bilanziert worden. Selbst der Experte des Investors musste nach dem Vortrag einr\u00e4umen, dass es diesbez\u00fcglich Nachholbedarf gebe.<\/p>\n<p>Das ist ein Argument, das in der Bev\u00f6lkerung zieht; weit mehr als die Unterlassungen bez\u00fcglich der Gefahr f\u00fcr V\u00f6gel, die mit den hohen Bauten kollidieren k\u00f6nnten, oder der Beeintr\u00e4chtigung von \u00f6kologisch sensiblen Strandgew\u00e4ssern wie dem Fresendorfer See, die \u00d6kologen zuletzt vorgebracht hatten. Hier geht es um etwas sehr Handfestes: Die Gef\u00e4hrdung des Seebadstatus&#8216; des Badeorts Lubmin. Bei entsprechenden Winden k\u00f6nnten vergr\u00f6\u00dferte Blaualgenteppiche im Bodden auch R\u00fcgens K\u00fcste beeintr\u00e4chtigen.<\/p>\n<p>Seit Wochen versuchen Vertreter des Investors und der Kraftwerksgegner nun schon, die Genehmigungsbeh\u00f6rde StAUN (Staatliches Amt f\u00fcr Umwelt und Natur) im gr\u00f6\u00dften Genehmigungsverfahren der Landesgeschichte von ihren Standpunkten zu \u00fcberzeugen. Es geht dabei zu wie bei einem Boxkampf: Beide Seiten schicken jeweils ihre Expertise in den Ring \u2013 und die Ringrichter vom StAUN machen sich Notizen. Wer den Kampf gewonnen hat, werden sie allerdings erst Wochen nach Ende der Anh\u00f6rung bekanntgeben.<\/p>\n<p>Es ist eine undankbare Aufgabe, \u00fcber dieses Urteil zu spekulieren, doch scheinen die Gegner zuletzt Wirkungstreffer erzielt, vielleicht ganze Runden gewonnen zu haben. Besonders in der wasserrechtlichen Auseinandersetzung sah der Investor bisher schlecht aus. Neben der Blaualgengefahr konnten die Kritiker eine erh\u00f6hte Belastung mit dem potenziell f\u00fcr Menschen gef\u00e4hrlichen Bakterium \u00bbVibrio Vulnifikus\u00ab glaubhaft machen. Dar\u00fcber zeigte sich selbst das Schweriner Sozialministerium in einer Stellungnahme besorgt (ND berichtete).<\/p>\n<p>Punkten konnten die Kraftwerksgegner auch bei nach dem \u00bbNatura 2000\u00ab-Programm gesch\u00fctzten Lebensr\u00e4umen wie dem Fresendorfer See. Hier muss nun eine Stellungnahme in Br\u00fcssel eingeholt werden, was Monate dauern k\u00f6nnte. Selbst wenn das Kraftwerk gebaut werden sollte, ist die geplante Fertigstellung im Jahr 2012 unrealistisch. \u00bbWir k\u00f6nnten Rechtsgeschichte schreiben\u00ab, sagt denn auch Arndt M\u00fcller, Umweltexperte beim BUND. Nie zuvor ist ein vergleichbares Projekt im Genehmigungsverfahren gescheitert.<\/p>\n<p>Dass die Kraftwerksgegner Punkte machen, zeigt schon der Umstand, dass die Er\u00f6rterungen ab morgen weitergehen. Eigentlich h\u00e4tten sie am Freitag abgeschlossen sein sollen. Das StAUN hat dem Investor zudem bereits Hausaufgaben gegeben: Die Kollisionsgefahr f\u00fcr V\u00f6gel muss nun doch begutachtet werden. Das hatte der Antragsteller bisher verweigert.<\/p>\n<p>Auch die Bef\u00fcrworter des Projekts sehen nun, dass ihre Ecke Unterst\u00fctzung braucht. Mehrere hundert von ihnen demonstrierten am Freitag in Greifswald.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Nachdem ein Hund mit den Blaualgen Kontakt hatte und verstarb, warnte die Greifswalder Gesundheitsbeh\u00f6rde vor dem Besuch des betroffenen Strandbereiches.&#8220; Das glaube ich erst, wenn ich es gesehen habe.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[42,46,9,11,20,22],"tags":[697,132,133,176,252,291,355,435,530],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.schlamm.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/452"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.schlamm.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.schlamm.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schlamm.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schlamm.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=452"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.schlamm.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/452\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.schlamm.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=452"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schlamm.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=452"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schlamm.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=452"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}