Wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe!

Der praktizierende Gewässerschutz ist häufig nicht nur auf einem, sondern auch auf beiden Augen blind.

Das ist nichts Neues und vielleicht ist es auch Absicht, den Gewässerschützern ihre Effektivität zu rauben.

Nun liefert uns die Fischzucht ein schweizer Beispiel dafür:

Die Schlammfluten waren schon ein wenig krass. Aber wer schon einmal einen Fischteich abgelassen hat, der weiß, was da so alles ankommt.

Und aus dem Fischsterben muss auch keine Katastrophe gemacht werden. Der Besuch eines Geflügel- oder anderen Schlachthofes klärt unseren Blick und führt auch zu einem gewissen Verständnis für Hunger oder für den Menschen und für sein Leben. Aus Sicht der Hühner ist ein kleines Fischsterben wegen Sauerstoffmangel unbedeutend. Der Fluss erholt sich schneller als unsere gepeinigte Seele und tote Fische sind ein Segen für die „Totenfischefresser“. Auch deren Kinder wollen was zum knabbern haben!

Wer zählt die Tiere die sterben, wenn ein Wald gerodet wird, oder wer zählt die geteilten Regenwürmer beim Umgraben des Gartens, oder die Tiere, die einfach durch die Landwirtschaft sterben? Und wer zählt die armen einheimischen Fische, die durch ausländische Kormorane gefressen werden? Wo ist der Unterschied?

Unbezifferbarer Schaden
Fischsterben in Willisau wegen Abwasser aus Fischzucht

Wo liegt der Widerspruch?

Auf der einen Seite werden Bürgermeister und Geschäftsführer von Abwasserzweckverbänden strafrechtlich verfolgt, wenn deren Kläranlagen die Überwachungswerte auch nur um ein Milligramm z.B an chemischen Sauerstoffbedarf überschreiten.

Dann wird eine Welle losgetreten, dass man annehmen könnte, die Welt ginge unter.

Strafverfolgung und erhöhte Abwasserabgabe und im extremsten Falle Knast sind die Folge.

Auf der anderen, der dunklen Seite des Gewässerschutzes dagegen, werden die Schlammfrachten, die Starkregen von den Feldern spülen, die bei der Gewässerunterhaltung oder die beim Ablassen der Fischteiche ganz natürlich und unvermeidbar entstehen, ignoriert.

Solche Stoßfrachten lassen die tatsächlichen Folgen vieler Überwachungswertüberschreitungen absolut unbedeutend erscheinen und dem noch selber denkenden Beobachter wird klar, dass viele unserer Anstrengungen auf Formalismus beruhen und zugleich nur blinder Aktionismus sind.

Wenn einerseits der CSB im Kläranlagenablauf verfolgt wird und aber andererseits die viel größeren CSB-Frachten, die u.a. in Form von Schlamm in die Gewässer strömen ignoriert werden, dann sind schon Defizite bei der Bewertung zu bescheinigen.

Wir sehen eben – und dies schon immer – nur jene Dinge, die in unser Weltbild von der Natur passen.

Störende Tatsachen hingegen werden wohl in gut 99 % aller Fälle ignoriert.

Und das ist auch gut so, denn welcher Mensch ist stark genug für die Wahrheit, die am Ende darin liegen könnte, dass ein Großteil seines Lebens nur ein Alibi war.

Der Philosoph schreibt auf solche Grabsteine die Berufsbezeichnung: „Öko-Nihilist“.

Übrigens:

Der Beitrag soll nicht dazu dienen, die Binnenfischerei als neue Sau durch das Dorf zu treiben.

Es sind nicht die Binnenfischer, die unserer Problem sind.

Es ist die eigene Unbildung von den tatsächlichen Zuständen und Prinzipien in Ökosystemen.

Ich möchte bis zu meinem Lebensende lecker Forelle essen.

Binnenfischer haben es bislang nicht geschafft, die Umwelt zu vernichten und sie wollen es auch nicht.

Beim Öko-Wahn bin ich mir dagegen nicht sicher.

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Unbezifferbarer Schaden
Fischsterben in Willisau wegen Abwasser aus Fischzucht

AP 23.04.2009

Willisau – Abwasser aus einem Fischzuchtbetrieb hat in Willisau im Kanton Luzern zu einem Fischsterben im Mühletalbach geführt. Auf einer Länge von rund 1,6 Kilometern wurde der Fischbestand vernichtet, wie die Luzerner Kantonspolizei am Donnerstag mitteilte. Die Ermittlungen ergaben, dass in einem Fischzuchtbetrieb am (gestrigen) Mittwoch zwei Becken gereinigt wurden. Das mit Schlamm versetzte Abwasser wurde daraufhin in den Mühletalbach geleitet. Der entstandene Schaden konnte zunächst nicht beziffert werden. (AP)

http://www.epochtimes.de/articles/2009/04/23/436272.html

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